Göttliche brunette Tristan bekommt gehämmert durch einen heißen Geck


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On 01.09.2020
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Uns wäre es lieber, wenn du es jedem erzähltest. Meine Tochter war früher Schreiberin, eine ausgezeichnete sogar. Sie ist aus der Gilde ausgetreten, aber ich kann sie überreden, beim Abschreiben des Textes zu helfen, wenn Ihr wollt Er packte das rotglühende Eisen.

Über eine Stunde ertrug der Illustrator die Schmerzen. Vieles von dem, was er von der Cyrinishad gelesen hatte, wiederholte er Wort für Wort.

Xeno runzelte die Stirn. Die geisterhaft schimmernde Seele schien aus Licht zu bestehen, doch wenn er einmal in der Stadt der Zwietracht war, würde Bevis so körperlich wie all die anderen Schatten sein — und ebenso empfänglich für ewige Folter.

Die Seele fest in einer Hand richtete der Herr der Toten seine Augen, die von Höllenfeuer loderten, auf die drei Sterblichen in den Krypten.

Ich werde einen Bewohner der Fugenebene schicken, um die Leiche abzuholen, wenn ihr ihn fertig gehäutet habt. Ich werde entscheiden, ob sie würdig ist, mir zu dienen, wenn sie mir gegenübersteht.

Fürst Schach fuchtelte mit seinem parfümierten Ta- 69 schentuch in dem vergeblichen Versuch, den Gestank von verbranntem Fleisch zu vertreiben.

Ich könnte Euch dafür töten lassen. Der Künstler hat das Ganze fast geglaubt, obwohl er vorher die Wahrheit gelesen hatte.

Warum, glaubt Ihr, verweigerte Mystra Cyric die Magie, mit der er das Buch selbst hätte erschaffen können? Oder Oghma die Dienste seiner ewigen Schreiber?

Ohne Anhänger wird der Rest des Pantheons verschwinden, als hätte es niemals existiert. Für uns gibt es keine anderen Götter.

Jedem der Götter erschien der Pavillon von Cynosure als etwas anderes. Sune Feuerhaar sah eine riesige Halle mit Spiegeln, die ihre vollkommene Schönheit reflektierten.

Tempus stellte sich einen Planungsraum tief in einer verschanzten Feste vor. Karten und Pläne der legendären Kriege, die der Herr der Schlachten geführt hatte, bedeckten jede Wand, jeden Tisch.

Das angebaute Getreide wiegte sich sanft im Herbstwind, ewig bereit, abgeerntet zu werden. Die Götter im Pavillon hatten auch grundverschiedene Bilder voneinander.

Lathander, der Fürst des Morgens, sah die versammelten Mächte entweder als Lichtstrahlen oder als finstere Wolken, Mächte, die den glorreichen, erneuernden Sonnenaufgang, den er auf der Welt hegte und pflegte, verstärkten oder verdunkelten.

In den Augen Talos des Zerstörers, des kampfeslustigen Sturmfürsten, waren die Götter, die dem Guten oder dem Recht anhingen, lästige Ruhepole in den sich vor ihm auftür- 71 menden Gewitterwolken.

Mystra erschienen die übrigen Götter als menschliche Magier. Der Pavillon selbst war das Arbeitszimmer eines Zauberers, voll von blubbernden Bechergläsern und Behältnissen, in denen alle geheimen Substanzen lagerten, die Menschen und Göttern bekannt waren.

Der Gott des Wissens und Schutzpatron der Barden verbeugte sich und nahm die Hand der Göttin. Ihre zierlichen alabasterfarbenen Finger leuchteten wie die Strahlen des Mondlichts auf seiner dunklen Haut, als er sie an die Lippen hob.

Oghmas Galanterie entlockte der Göttin der Magie ein Lächeln. Erneuerung und Zerstörung ergänzen sich nicht gut. Es ist weiter nichts.

Trotzdem konnte es nicht schaden, ihm zu antworten. Es würde ihr zumindest dabei helfen, den wahren Grund für sein Schnüffeln zu entdecken.

Die Göttin der Magie nahm Oghmas Arm in ihren und ging anmutig zu einem der runden Tische, die im Arbeitsraum verteilt standen. Ihr Verstand überzieht die unpersönliche Wirklichkeit des Ortes mit einer Fassade und verwandelt ihn in etwas, das ihrem Aufgabenbereich im Pantheon entspricht.

Ich vermute, Ihr seht eine Art Bibliothek. Ich glaube, es wäre dumm von mir, ihm gegenüber zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen Stellung zu beziehen.

Keiner der Schreiber in meinem Herrschaftsgebiet oder meiner Anhänger in den Reichen der Sterblichen wird Cyric darin unterstützen, das Buch zu vervollständigen.

Ihr versteht nicht, wie der übrige Kreis denkt, und bis Ihr das tut, könnte jede offene Konfrontation sehr wohl zu einer Stärkung seiner Position beitragen.

Da Ihr 74 Euch nicht so töricht auf Eure eigene Sichtweise versteift, seid Ihr möglicherweise imstande zu begreifen, wie die Götter einander beschränken, wie sie in ihrer Natur gefangen sind.

Seine Stimme war zugleich wohlklingend und klar, der harmonische Sprechgesang eines Chors meisterhafter Geschichtenerzähler. Statt dessen habt Ihr Euch entschieden, den Namen der Göttin anzunehmen, die Eure Vorgängerin war.

Wie ich bereits sagte, bin ich nicht so naiv, wie Ihr glaubt. Augenblick- 75 lich finden wegen seines Stolzes und seiner Eitelkeit achtundvierzig blutige Schlachten in den Herzlanden statt; Gläubige, die andere Gläubige wegen des wahren Namens ihres Gottes umbringen.

Das ist einfach Torheit. Sie ist der Grund für sein Streben nach der Erschaffung dieses allseits gefürchteten Buches. Die Cyrinishad ist ein Mittel zu diesem Zweck.

Seine Züge waren kantig und unversöhnlich; passend dazu war die magische Robe geschneidert, die er in Mystras Wahrnehmung trug.

In seiner Linken hielt er eine silberne Waage. Seine Rechte war am Handgelenk abgetrennt worden. Erst 76 dann werden wir ihn die volle Schwere des Gesetzes spüren lassen.

Bis dahin gebt Frieden. Die höheren Götter trafen sich eher selten, da selten Probleme auftraten, die sie alle betrafen. Allerdings hatte es sich Tyr bei jedem der wenigen Treffen, denen Mystra beigewohnt hatte, herausgenommen, die Kontrolle über den Kreis zu übernehmen, und Talos war ihm dazwischengefahren.

Dann hatte, wie jetzt auch, Oghma bedächtig jedes Wort und jede Tat seiner unsterblichen Geschwister zur Kenntnis genommen, während Tempus darauf drängte, seine göttliche Armee zu versammeln, um jedes noch so heikle Dilemma mit Schwert und Schild zu lösen.

In der gleichen Weise machten es die Standpunkte von Talos und Lathander ihnen schwer, irgendwelche Gemeinsamkeiten zu finden.

Schwer, befand sie, aber möglich. Langsam musterte Mystra den Pavillon von Cynosure. Die meisten Götter hatten sich um Tische versammelt, die mit Glaskolben, Bechergläsern und Zauberzutaten vollgestellt waren.

Das Trio von Göttern, die sich chaotischen Betätigungen verschrieben hatten — Tempus, Talos und Sune, die Göttin der Liebe — rutschte auf seinen Stühlen hin und her oder trieb sich in der näheren Umgebung herum.

Inmitten des Raumes hielt Tyr von einem Pult aus Hof und führte systematisch die Regeln an, nach denen die Götter mit der Anhörung fortfahren würden.

Zu seiner Rechten stand Torm. Der Pavillon ähnelte den Labors, die in Halruaa, Cormyr und Tiefwasser üblich waren, Orten, an denen die Zivilisation weit genug fortgeschritten war, um Schulen zu unterstützen, an denen man Magiern zumindest die Grundlagen der Kunst beibringen konnte.

Tyr und nun Torm hatten den Platz eingenommen, der dem Lehrer vorbehalten war. Die anderen Götter waren Schüler. In ihrer Fassung des Pavillons hatte sich Mystra weder in die Rolle einer Lehrerin noch in die einer Schülerin versetzt, sondern in die einer unbeteiligten Beobachterin.

In den Magierschulen, die sie aus ihrer Jugend kannte, unterrichtete nie der mächtigste Zauberer. Die magische Robe, die Mystra von seinen breiten Schultern hängen sah, war von matterer Farbe als die der höheren Götter und damit Zeichen seines niedrigeren Ranges.

Tempus unterbrach das Brüten über seinen Karten 79 kurz, um zustimmend zu schnauben, und die Göttin der Liebe kicherte hinter einer vorgehaltenen, zierlichen Hand.

Er wählt nur Männer und Frauen aus, die sich die Gunst eines Gottes noch nicht durch ergebene Anbetung verdient haben. Sie sterben vor der Zeit und werden zu Gefangenen in der Stadt der Zwietracht.

In allen Details beschrieb er, wie Cyrics Vergehen die Ehre jedes einzelnen Gottes befleckten. Während Torm sprach, begann Mystra sich zu fragen, welches Bild der Gott der Pflicht eigentlich vom Pavillon hatte.

Ritter in Rüstungen standen auf den Mauern schweigend Wache. Dem Gott der Pflicht erschien der Pavillon von Cynosure als säulenbewehrte Erweiterung seines eigenen Schlosses.

Je weniger der Gott auf Seiten des Rechts stand, desto trüber der Glanz seiner Rüstung, desto schäbiger sein Mantel, seine Stiefel und Handschuhe.

Torm kniete inmitten dieser beeindruckenden Versammlung. Sein Plattenpanzer glänzte nicht so hell wie der Tyrs, aber er war stärker verziert und mit Ehrenabzeichen behangen.

Das überwältigende Pflichtgefühl, das schwer auf dem niederen Gott lag, erfüllte Mystra mit Ehrfurcht, und als die Göttin genauer hinsah, entdeckte sie dünne Ketten aus schimmerndem Gold, die den Gott der Pflicht mit jedem seiner Mitgötter verbanden.

Manche Ketten waren dicker als andere, aber deren Glieder erstreckten sich von Torms Händen zu jedem anderen Gott im Pavillon hin.

Während ein kleiner Teil ihres Verstandes Torms Sichtweise erforschte, hörte eine andere Facette konzentriert den Gebeten ihrer Getreuen zu.

Die wichtigste dieser Facetten, in der alle miteinander verbunden waren — ihr Wesen — beherrschte die verschiedenen niederen Inkarnationen und erschuf oder vernichtete sie nach Bedarf.

Nun blendete Mystra Torms Sichtweise aus und konzentrierte sich stärker auf den Kreis. Tyr hatte das Pult wieder übernommen. Seine blinden Augen waren auf sie gerichtet.

Wir können noch nicht einmal hinein, wenn wir ungebeten kommen, und die Mauer der Treulosen liegt ganz klar innerhalb der Grenzen von Cyrics Königreich.

Ich bin jemand, der die Hoffnung nicht aufgibt, aber selbst ich betrachte die Sache als zwecklos. Wenn wir nichts sagen, geben wir stillschweigend unsere Zustimmung.

Torm und Tyr wichen ihr aus. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich an seine Anhänger zu wenden, um die Cyrinishad zu erschaffen. Diese Sanktionen haben funktioniert, nicht wahr?

Nach wie vor ist das Buch für ihn lediglich ein dunkler Gral. Sie wurde vernichtet. Alles andere ist unwichtig. Vielleicht braucht er Maskes Hilfe gar nicht, um seine Verbrechen zu verbergen.

Ein plötzlicher Einbruch von Finsternis und ein übelkeitserregender Schwefelgestank kündeten von Cyrics Ankunft im Pavillon von Cynosure. Seine Robe leuchtete fast so hell wie Mystras und umloderte seine 85 dünne Gestalt wie ein Feuermantel.

Am hellsten schien jedoch das verzauberte Schwert an seiner Seite. Seine dunklen Augen funkelten bösartig, als er sich Torm zuwandte.

Der Tölpel kann nicht lügen, und ich werde meine Zeit nicht damit verschwenden, Euch vom Gegenteil überzeugen zu wollen.

Er wies mit einem Finger anklagend auf den Herrn der Toten. Die Frage ist, was kann irgendeiner von Euch dagegen unternehmen?

Soweit ich mich erinnere, kann der Kreis der höheren Götter mich nicht ohne Zeugenaussage oder Beweise verurteilen. Irgendwelche Einwände?

Eigentlich tun sie nichts zur Sache, also mach dir nicht die Mühe, sie vorzubringen. Das Zucken um Cyrics linkes Auge verriet kaum unterdrückte Wut, während Mystras verkniffener Mund und die Anspannung in ihren Gliedern überwältigende Abscheu vor der Kreatur der Finsternis offenbarten, die sie einst als Freund bezeichnet hatte.

Cyric legte die Hand fest um den Griff seines Schwerts. Mystra war klar, was die Geste zu bedeuten hatte; jene Klinge hatte ihr auf dem Schwarzstab-Turm fast das Leben ausgesaugt, nachdem Cyric sie benutzt hatte, um Kelemvor Lyonsbane umzubringen.

Er würde 87 ihr die vor dem Kreis erlittene Schmach heimzahlen. Götterfluch würde erneut ihr Blut schmecken.

Die Worte zischten wie ein schwarzes Seidentuch, mit dem man eine scharfe Klinge polierte. Finsternis hing in dünnen Fetzen an ihm, die sich über seine helle magische Robe wie Wolken vor den Vollmond schoben.

Schwarze Handschuhe bedeckten seine Hände, und eine Maske verbarg seine Gesichtszüge. Nur seine Augen waren zu sehen, rote Zwillingsteiche, die aufblitzten und sich wieder verdunkelten, während er sprach.

Ohne die Antwort abzuwarten, glitt der Herr der Schatten mit katzenhafter Anmut an Mystra vorbei und stellte sich neben Cyric.

Ihre Stimmen wurden lauter, die Worte durchdringender. Das Labor, die Fassade, die ihr Verstand dem Ort übergestülpt hatte, bog sich und löste sich dann auf wie ein abgenutzter Gobelin.

Die Tische schmolzen, dann die Decke und die Wände. Zuletzt verschwand der Boden, entschwebte in einem Schleier der Unwirklichkeit. Die Götter waren von einem riesigen Meer von Leere umgeben.

Die Welt der Sterblichen wurde zur Wüstenoase, die man durch Hitzeflimmern wahrnahm, undeutlich und scheinbar ständig in Bewegung, eher geisterhaft als real.

Hüter des Gleichgewichts, Ihr habt mich grundlos gerufen. Die Worte schlichen sich in Mystras Verstand und forderten die Aufmerksamkeit einer jeden Facette ihres göttlichen Intellekts.

Sie taumelte unter der Wucht der Million strenger Stimmen, die sie tadelten und dem zornigen Aufblitzen der unzähligen Sterne, das die Dunkelheit um sie herum erleuchtete.

Doch haben sie nichts getan, was nicht in ihrer Natur liegt. Cyric ist der Herr des 89 Mordes, also sollte er danach trachten, selbst das Leben eines Gottes auszulöschen.

Maske ist der Herr der Intrige, also sollte er danach trachten, solche Taten zu verbergen. Die Fassade des Zaubererlabors begann, wieder vor Mystras Augen zu erscheinen, und die Stimmen ihrer Getreuen wurden deutlicher.

Ao sprach eine letzte, unheilverkündende Warnung aus: In Eurer Verantwortung liegt es, Cyric entgegenzutreten — wie es in seiner liegt, Euch zu vernichten, wenn Ihr versagt.

So funktioniert das Gleichgewicht. Inmitten des Pavillons verschränkte Cyric die Arme vor der Brust. Tyr machte mit erhobener Faust einen Schritt in Richtung des Gottes der Toten.

Leira starb, weil ich es wollte. Das ist meine Aufgabe im Gleichgewicht: die Schwachen aus diesem erbärmlichen Pantheon auszusondern. Vom heutigen Tage an werden wir ein wachsames Auge auf Euch Verräter haben.

Vielleicht lasse ich ihn frei; vielleicht foltere ich ihn in alle Ewigkeit. Damit ist es aus. Von diesem Augenblick an bleibt die Stadt der Zwietracht dem Pantheon vollständig verschlossen.

Ihre Worte waren schärfer als die Schneide von Torms Schwert. Als Göttin der Magie verbiete ich Euch, das magische Gewebe anzurühren.

Gibt es keine Möglichkeit für mich, dieser Bestrafung zu entgehen? Er wollte sich auf Maske stürzen, doch Mystra gebot ihm mit einer Geste Einhalt.

Ein schimmernder Wall aus purer Energie versperrte ihm den Weg. Cyric schlug auf den Wall ein, und die magische Robe, die er trug, begann zu verblassen.

Die abgestreifte Magie sammelte sich auf dem Boden des Pavillons, ehe sie verschwand, sich wie Sommerregen in Luft auflöste. Cyric hielt sich den Kopf und schrie vor ohnmächtiger Wut.

Von seinem plötzlichen Machtverlust geschockt hatte Cyric die Kontrolle über seine unzähligen Ichs verloren.

Eine Zeitlang sah das Pantheon in fasziniertem Schrecken zu, während Cyric darum kämpfte, die Fassung wiederzuerlangen. Seine Haut hatte Blasen geworfen und sich zu glattem rotem Leder verhärtet.

Man sah das Spiel der Muskeln an seiner dünnen Gestalt; Stahlbänder zogen sich unter seinem Fleisch durch.

In seinem hageren, fast totenkopfartigen Gesicht brannten Augen wie dunkle Sonnen in endloser Bösartigkeit.

Sein Leid wird dein besonderer 93 Verdienst sein, Mitternacht. Eure Liebenswürdigkeit überrascht mich. Die Göttin der Magie nickte, und der Zerstörer nahm Cyric beim Arm und verschwand.

Sie kehrte in ihren Thronsaal im Herzen ihres wundervollen Palastes zurück. Dort vergrub Mystra ihr Ge- 94 sicht in den Händen und versuchte, ein schauderhaftes Bild aus ihrer Erinnerung zu vertreiben.

Für alle Zeiten würde der entsetzliche Anblick sie verfolgen. In dem Moment, bevor Cyric aus dem Pavillon verschwand, hatte sich Mystra in seinen Verstand geschlichen in der Hoffnung, einen Blick auf seine verdrehte Sichtweise zu erhaschen.

Der Kontakt hatte nur kurz bestanden. Der ewig wachsame Geist Götterfluchs hatte einen Eindringling gespürt und war in Gestalt einer formlosen, rotgefärbten Masse aus Bösem vorgeschnellt.

Doch bevor Mystra die Flucht ergriffen hatte, hatte sie einen Moment lang die Welt durch die Augen des Herrn der Toten gesehen.

Ein roter Schmerzensschleier vermischte sich mit schwarzen Wolken des Zwistes und der Verzweiflung. Inmitten dieses sich auftürmenden Chaos stand der Prinz der Lügen.

Der Pavillon von Cynosure war formlos, die Götter und Göttinnen hatten weder Gesicht noch Gestalt.

Sie sprachen mit Cyrics Stimme, und ihre Worte erreichten ihn als ungebärdige Kommentare seines eigenen Verstandes.

Er war vollkommen allein. Jedes Mal, wenn er zu dem Augenblick gelangte, in dem die Göttin ihm den Zugriff auf das Gewebe verweigert hatte, dachte sich Cyric eine völlig verdrehte Alternative zu den tatsächlichen Ereignissen aus.

In einer zerschmetterte er Mystras arkanen Schild, schlug sie mit Götterfluch nieder und verleibte so den Titel des Gottes der Magie seiner wachsenden Sammlung ein.

In einer anderen wandte sich das Gewebe gegen Mystra. Oder die Götter des Chaos rotteten sich zusammen und kamen über sie wie ein Rudel hungriger Wölfe im Winter.

Die Variationen waren endlos, und in gewissen dunklen Ecken von Cyrics Verstand fielen einige von ihnen wie Saatkörner in den Sumpf der Selbsttäuschung und Phantasie.

Die üblen Gedanken würden mit der Wahrheit wetteifern, sie wie Baumwürger umschlingen und ihr das Leben aussaugen. Dann würden diese Lügen zu Cyrics einziger Erinnerung an das Treffen werden und es so in einen Triumph verwandeln.

Er schmeckte fast die rote Flüssigkeit auf seinen Lippen. Die Rache wird Euer sein, Liebster, säuselte Götterfluch.

Der Geist des Schwertes pulsierte im chaotischen Strudel von Cyrics Gedanken. Sobald Ihr Eure Pläne in die Tat umsetzt. Euer Buch zu vollenden.

Der Prinz der Lügen rieb den Knauf des Schwertes. Sie verfolgten die Gefolgsleute Mystras unterirdisch, in Gestalt mutierter Maulwürfe, und überirdisch als menschliche Geier.

Auf der Fugenebene wurden gerade auch Mystras Getreue abgeworben. Man würde sie schnellstens in die Stadt der Zwietracht verfrachten, ehe die Maruts sie ins Paradies geleiten konnten.

In der Zentilfeste war die Suche nach seiner neuen Schreiberin fast beendet. In 97 ein paar Stunden würde sie bereit sein, die neue Cyrinishad zu beginnen.

Es gab auch noch weitere Pläne — die Schändung von Torms Schrein in Tantras, die Unterbrechung der heiligen Riten Tyrs in Suzail, der Verrat an Maskes Agenten in der Stadtwache von Tiefwasser In jedem Tempel, der Cyric geweiht war, suchte jeder Zirkel von Anhängern, jeder Kreis von Klerikern und mächtigen Magiern nach der Seele Kelemvor Lyonsbanes.

Seit einem Jahrzehnt bereits verwandte Cyric die Magie seiner Anhänger auf diese Aufgabe. Aber jedes Orakel und jeder Priester, die nach dem verborgenen Schatten forschten, stellten die Macht des hinterlistigen Gottes auf die Probe.

Die Reihen der Suchenden waren nun durch die Getreuen Leiras verstärkt worden. Es war nicht schwer gewesen, sich der Mitarbeit der Kirchenhierarchie zu versichern — eine wohlüberarbeitete Geschichte vom Mord an ihrer Göttin durch die Hand Kelemvors hatte ausgereicht.

Die glühenden Anhänger waren am einfachsten zu überzeugen und die ersten gewesen, die sich der Jagd auf die abtrünnige Seele angeschlossen hatten.

Die Furcht davor, den neuen Gott der Täuschung zu beleidigen, bekehrte weitere wichtige Kleriker, besonders die, die ihr Leben der Kunst der Illusion gewidmet hatten.

Euer Magnifizenz? Die Worte hallten in Cyrics Gedanken wider. Es war nicht das kühle, feminine Schnurren Götterfluchs, sondern eine abschrek-kende, nichtmenschliche Stimme.

Cyric sah den langen, schmalen Thronsaal hinab und erblickte Jergal vor sich. Der Seneschall blickte zu Boden.

Es tut mir leid, Euch zu stören, aber es sind wieder Gesandte des Fürsten der Schatten am Tor. Sie bitten darum, ein Geschenk ihres Herrn abliefern zu dürfen.

Früher oder später wird er aufgeben — oder es gehen ihm die Gesandten aus. Möglicherweise könnt Ihr seine Unterstützung gebrauchen, Liebster, sagte es.

Er fürchtet sich zu sehr vor Mystra, um das Versprechen, das er ihr gegeben hat, zu brechen — zumindest nicht so bald. Der leere schwarze Mantel des Seneschalls flatterte und tanzte.

Hast du die Geschenke in Augenschein genommen? Der Seneschall nickte. Arkebusen, Magnifizenz. Alle Gesandten hatten Arkebusen bei sich.

Keine geschriebene Botschaft; jedoch tragen alle Gewehre die Symbole sowohl des Fürsten der Schatten als auch des Fürsten aller Schmiede.

Gond selbst hat mir schon ein Dutzend dieser Dinger geschickt. Der Tölpel glaubt, sie könnten jede Armee unbesiegbar machen.

Sind sie irgendwie magisch? Nein, Magnifizenz. Ich habe sie untersucht. Es sind einfache Apparaturen aus Metall und Holz, wie alles andere auch, was der Fürst aller Schmiede herstellt.

Ein weiterer Schat- ten wand sich unter der Feuerfolter: Bevis, der Illustrator. Wenn Bittsteller die Halle betraten, konnten sie Bevis winseln hören.

Die anderen Brennenden hatten sich schon vor langer Zeit stumm geschrien. Während er unzusammenhängend vor sich hinmurmelte, stolzierte Cyric durch die langen Schatten, die in der Halle lagen.

Er warf einen Blick auf die anderen Trophäen, als er an ihnen vorbeikam, und sein Verstand schwenkte völlig von seinen Gedanken zu Maskes merkwürdigen Geschenken ab.

Daneben hing eine Axt, die zur Vollstreckung der Urteile eines verrückten Königs benutzt worden war, der im Namen Tyrs regiert hatte. Ursprünglich waren sie von Cyric dazu gedacht gewesen, die Gottheiten nervös zu machen, wenn sie zu Besuch kamen; da er aber in Einsamkeit lebte, dienten sie dem Herrn der Toten lediglich zur Erinnerung daran, wie leicht Ergebenheit pervertiert werden konnte.

Der Prinz der Lügen hatte den massigen, grotesken Stuhl aus den Knochen von Männern und Frauen gebaut, die in dem Irrglauben gestorben waren, sie seien Heilige — ein Anhänger Chaun-teas, der sich die Pulsadern aufgeschnitten hatte, weil er dachte, sein Blut würde die Saat schneller wachsen lassen; ein Druide, der Eldath treu ergeben gewesen war und jeden ertränkte, der in die Nähe eines bestimmten abgelegenen Teiches kam, weil er den Frieden des Ortes störte; ein Ritter Torms, der jeden folterte, den er bei einer auch noch so unbedeutenden Lüge ertappte Als er sich erneut seinem Thron näherte, blieb Cyric reglos stehen.

Unter den anderen Relikten befand sich die Hand eines gondischen Schmiedes. Der Mann war verblutet, nachdem er sich in der Hoffnung, ihn durch ein mechanisches Glied ersetzen zu können, von dessen Entwurf er die Nacht zuvor geträumt hatte, den linken Arm abgeschlagen hatte.

Er nahm die Gegens- tände, die in den behandschuhten Händen des Seneschalls auftauchten und kritzelte eine längere Notiz. Das wird dem Fürsten der Schatten als Antwort genügen.

Der Fürst der Schatten ist ein würdiger Herr der Intrige, sagte Götterfluch, nachdem der Seneschall gegangen war. Ein Neuling könnte viel von ihm lernen.

Eine Stimme wie Eselsgeschrei rief den Herr der Toten mit einer Inbrünstigkeit an, die selbst er kaum ignorieren konnte.

Ich bringe hervorragende Neu- igkeiten aus Eurer heiligsten Kirche in der Zentilfeste. Das silberne Haar des Hohepriesters umgab wirr sein leuchtendes Gesicht.

Seine Augen strahlten vor irrer Freude. Irgendeine Macht versucht noch immer, ihre Magie zu blockieren. Mit vor Erregung angespannter Stimme rief er nach seinen Insassen.

Sie würden jeden Zentimeter der Stadt absuchen und, wenn es nötig war, jedes Gebäude niederbrennen. Doch dann kam ihm ein anderer Gedanke. Mystra war diejenige, die Kelemvor die ganze Zeit über versteckt hatte, indem sie seine Anwesenheit in Cyrics Reich verbarg, da sie keine Möglichkeit hatte, ihn zu retten.

Daran bestand für Cyric kein Zweifel. Der Prinz der Lügen lächelte. Das klang, als könnte es die Wahrheit sein Cyrics Verstand raste wieder und verfeinerte das Gedankengebäude, das er gerade ersonnen hatte.

Aber nun war Mystra einen Moment lang unaufmerksam gewesen, und Cyric würde sich rächen. Er stellte sich tausend neue Foltern vor, die er an Kelemvors Seele ausprobieren würde.

Die Phantasien legten sich über seinen Verstand wie ein silbernes Netz, das in einem Strudel aus Finsternis schimmerte.

Er kletterte langsam, indem er seine Spinnenbeine zwischen die Reihen sich windender Seelen plazierte, aus denen die Mauer bestand, und dann seine langen Schlangenwindungen die steil ansteigende Oberfläche hinaufzog.

Nur noch zwei oder drei Stockwerke — nun ja, vielleicht auch zehn, aber höchstens. Wie die Treulosen, die sich um ihn herum stapelten, Wand sich der Söldner und schrie.

Das vorzügliche wird zum selbstverständlichen. In Chicago ging ich mit stolzem hochgefühl durch die deutsche und durch die österreichische aibteilung.

Wie hat sich das geändert! Diese stolzen pracht- leistungen, diese stilvollen prunkstücke, sie waren nichts weiter als banausische Verlogenheit. Zwei gewerbe waren es, die unser prestige retteten.

Das österreichische prestige, nicht das deutsche, denn die deutschen hatten auch hier nichts gutes aufzuweisen.

Diese gewerbe waren die ledergalanteriefabrikation und die gold- und silberschmiedekunst. Sie taten es nicht in gleicher weise. Während es jene auf allen gebieten ehr- lich meinte, traf man diese auch im verlogenen lager.

Damals hatte ich eine stille wut über diese sachen. Da gab es portemonnaies, zigarren- und zigarettentaschen, 15 bilderr ahmen, schreibzeuge, koffer, taschen, reitpeitschen, stocke, silbergriffe, feldflaschen, alles, alles glatt, ohne ornamentalen schmuck, die silberwaren höchstens gerieft oder gehämmert.

Ich schämte mich dieser arbeiten. Das war kein kunstgewerbe, das war mode! Und mode! Welch schreckliches wort!

Für einen echten und rechten kunstgewerbler, der ich damals noch war, das reine Schimpfwort. Vergeblich wurden die schön- sten gegenstände der früheren kunstepochen hervorge- sucht und zur anfertigung empfohlen.

Aber die danach gearbeiteten gegen- stände waren unverkäuflich. Die wiener blieben eben un- verbesserlich.

Anders in Deutschland. Mühsam konnte man den wiener dazu bewegen, seine Wohnungs- einrichtung der neuen lehre untertänig zu machen. Aber bei seinen gebrauchsgegenständen und am eigenen leibe folgte er nur seinem eigenen geschmacke, und der fand alle Ornamente ordinär.

Damals also war ich noch anderer meinung. Die scharfe amerikanische und englische luft hat alle Vorein- genommenheit gegen die erzeugnisse meiner eigenen zeit von mir genommen.

Ganz gewissenlose menschen 16 haben es versucht, uns diese zeit zu verleiden. Stets soll- ten wir rückwärts schauen, stets uns eine andere zeit zum vorbild nehmen.

Wie ein alp ist es von mir gewichen. Es ist eine lust zu leben. Ehre aber auch den wienern, die diese beiden zweige, allen kunstge- werblichen reformen zum trotz, durch ihre kauflust unter- stützten.

Heute können wir es getrost aussprechen: Nur die ledergalanteriefabrikation und die gold- und silber- industrie verschaffen dem österreichischen kunstgewerbe auf dem weltmarkte geltung.

Die industriellen dieser branchen haben eben nicht erst gewartet, bis der Staat durch einführung englischer Vor- bilder der allgemeinen Stagnation ein ende bereitet, was sich jetzt in der möbelindustrie als notwendig herausstellt, sondern haben schon vor fünfzig jähren an den eng- lischen ideen neue kräfte gesammelt.

Denn englisch ist diese industrie von a bis z. Und trotzdem macht sich kein niedergang, wie ihn die Schwarzseher der möibelbranche prophezeien wollen, bemerkbar.

Dann ists wohl wahr. Aber unsere zeit legt mehr gewicht auf richtige form, auf solides material, auf exakte durchführung. Das ist kunstgewerbe!

Die lederarbeiter haben es besser. Die sind noch nicht so stark in die abhängigkeit von der kunstgewerbeschule geraten.

Die hätte uns noch gefehlt. Der berühmte architekt an der spitze, und dann ade, du alte, tüchtige handwerks- tradition! Die ältesten reiseutensilien wären aus alten handschriften und denkmälern rekonstruiert worden, und die österreichische lederindustrie hätte sich mit gotischen koffern, renaissance-hutschachteln und griechischen ziga- 1 ettentaschen lächerlich machen können.

Allerdings erst auf der ausstellung in Chicago, weil es zu einem export dann ja niemals gekommen wäre. Unser jahrhundert hat mit den kleiderordnungen aufgeräumt, und jedem steht nun das recht zu, sich wie der könig an- zuziehen.

Als gradmesser für die kultur eines Staates kann der umstand gelten, wie viele seiner einwohner von dieser freiheitlichen errungenschaft gebrauch machen.

In England und Amerika alle, in den Balkanländern nur die oberen zehntausend. Und in Österreich? Ich wage diese frage nicht zu beantworten. Ein amerikanischer philosoph sagt irgendwo: Ein junger mann ist reich, wenn er verstand im köpf und einen guten anzug im kästen hat.

Dieser philosoph kennt sich aus. Der kennt seine leute. Was nützte aller verstand, wenn man ihn nicht durch gute kleider zur geltung zu bringen vermöchte?

Die deutschen aber tun noch ein übriges. Sie wollen auch schön gekleidet sein. Polternd, schimp- fend und fluchend lassen sie trotzdem ihre hose von jähr zu jähr breiter werden.

Die mode ist eben eine tyrannin, klagen sie. Doch was geschieht? Ist eine Umwertung der werte vorgenommen worden?

Die engländer tragen wie- der enge beinkleider, und nun wird genau mit denselben mittein der beweis für die Schönheit der mit einem male breiten hose geführt.

Werde einer klug daraus! Die Venus von Medici, das Pantheon, ein bild von Botticelli, ein lied von Bums, ja, das ist schön! Aber eine hose!? Oder, ob das jaquett drei oder vier knöpfe besitzt!?

Oder, ob die weste hoch oder tief ausgeschnit- ten ist! Sie sind zufrieden, wenn sie gut an- gezogen sind.

Auf Schönheit wird verzichtet. Der dichterling, der malermeister und der künstlerarchitekt aber machen aus ihren körpern altäre, auf denen der Schönheit in form von samtkrägen, ästhetischen hosenstoffen und seeessionistischen krawatten geopfert werden soll.

Korrekt angezogen sein! Mir ist, als hätte ich mit diesen worten das geheimnis gelüftet, mit dem unsere kleidermode bisher umgeben war.

Mit Worten wie schön, schick, elegant, fesch und forsch wollte man der mode beikommen. Darum handelt es sich aber gar nicht.

Ein roter frack fällt im ballsaale auf. Folglich ist der rote frack im ballsaale unmodern. Ein zylinder fällt auf dem eise auf. Folglich ist er auf dem eise unmodern.

Alles auffallen gilt in der guten gesell- schaft für unfein. Mit einem rocke, der im Hydepark unbeachtet bleiben würde, kann man in Peking, in Sansibar und auf dem stephansplatz sehr wohl auffallen.

Er ist eben europäisch. Der satz erhält daher eine Einschränkung. Um korrekt gekleidet zu sein, darf man im mittelpunkte der kultur nicht auffallen.

Der mittelpunkt der abendländischen kultur ist gegen- wärtig London. Das geht nicht an. Wir können also unseren lehrsatz vollständig formulieren.

Dieser lautet: Ein kleidungsstück ist mo- dern, wenn man in demselben im kulturzentrum bei einer bestimmten gelegenheit in der besten gesellschaft mög- lichst wenig auffällt.

Dieser englische grundsatz, der jedem vornehm denkenden zusagen dürfte, begegnet aber in den deutschen mittel- und niederkreisen lebhaftem widersprach.

Kein volk hat so viele gigerln wie die deutschen. Ein gigerl ist ein mensch, dem die kleidung nur dazu dient, sich von seiner Umgebung abzuheben.

Bald wird die ethik, bald die hygiene, bald die ästhetik herangezogen, dieses hanswurstartige gebaren erklären zu helfen. Und trotzdem vertragen sie sich nicht mit- einander.

Kein gigerl gibt zu, eines zu sein. Ein gigerl 21 macht sich über das andere lustig, und unter dem vor- wande, das gigerltum auszurotten, begeht man immer neue gigerleien.

Das moderne gigerl oder das gigerl schlechtweg ist nur eine spezies aus einer weit verzweig- ten familie.

Das ist aber eine ehre, die die- sem harmlosen geschöpf nicht zukommt. Damit wäre ihm auch nicht gedient.

Das gigerl trägt immer das, was seine Umgehung für modern hält. Ja, ist denn das nicht mit dem modernen identisch? Daher sind auch die gigerln einer jeden Stadt verschieden.

Was in A imponiert, hat in B schon seinen reiz verloren. Wer in Berlin noch bewundert wird, läuft gefahr, in Wien ausgelacht zu werden.

Durch kleiderordnungen sind sie nicht mehr geschützt, und es ist ihnen nicht ange- nehm, gleich am nächsten tag von jedermann kopiert zu werden.

Um dieser ewigen jagd nach neuen Stoffen und schnitten enthoben zu sein, wird nur zu den diskretesten mittein gegriffen.

Dann dauerts noch ein paar jähre, bis selbst der letzte mann im lande davon kenntnis erhält. Und nun kommen erst die gigerln an die reihe und bemächtigen sich der sache.

Aber durch die lange Wanderschaft hat sich die ursprüng- 22 liehe form gar sehr geändert, sie hat sich auch der geo- graphischen läge untergeordnet.

Es gibt manche millionen Stadt der alten weit, die eine solche firma nicht aufweisen kann. Selbst in Berlin war keiner zu finden, bis ein wiener meister, E.

Ebenstein, eine filiale daselbst errichtete. Vorher war der berliner hof gezwungen, sich einen guten teil seiner garderobe bei Poole in London anfertigen zu lassen.

Man beschränkt sich womöglich auf einen klei- nen kundenkreis. Wohl sind sie nicht so exklusiv wie manche londoner häuser, die sich einem nur auf eine empfehlung des prinzen von Wales öffnen.

Es hat die ausstel- lungsleitung viel mühe gekostet, einige der besten in Wien zum ausstellen ihrer erzeugnisse zu bewegen. Sie stellen eben nur solche objekte aus, die sich einer nachahmung entziehen.

Am geschicktesten war Ebenstem. Er bringt eine demidrelj hier fälschlich smoking genannt für die tropen! Keller bringt neben vorzüglichen uniformen einen frack coat mit den obligaten grauen beinkleidern, mit dem man beruhigt nach England reisen könnte.

Gut gemacht scheint auch das norfolkjaquett zu sein. Sie müssen wohl gut sein, sonst könnte die firma ihren alten rang auf diesem gebiete nicht so lange behaupten.

Franz Bubacek hat sportkleider des kaisers zur ausstellung gebracht. Der schnitt des nor- folkjaquetts ist neu und korrekt.

Herr Bubacek beweist durch dessen ausstellung viel mut, er fürchtet die nach- ahmung nicht. Mit dem unbedingten lobe wäre ich aber hier zu ende.

Die kollektWausstellung der genossenschaft der kleider- macher Wiens verdient es nicht. Die meisten haben diese gelegenheit versäumt.

Schon in der wähl der Stoffe zeigen sie ihre 24 Unkenntnis. Aus dem covercoat-stoff machen sie palelots, aus paletot-stoffen Covercoats.

Aus norfolkstoff sakko- anzüge, aus glattem tuch gehröcke. Mit dem schnitt ist es nicht besser bestellt.

Wenige sind von dem Standpunkt ausgegangen, vornehm arbeiten zu wollen, die meisten wenden sich an die gigerln. Die können da in zweireihigen westen, karrierten anzügen mit samtkrägen schwelgen!

Eine firma leistet sich sogar auf einem jaquett blaue samtärmelaufschläge! Ja, wenn das nicht modern wird. Ich nenne hier einige, die sich von diesem hexen- sabbath ein wenig fern gehalten haben.

Anton Adam arbeitet gut, schneidet aber seine westen zu tief aus, Alexander Deutsch zeigt einen guten winterpaletot, Joseph Hummel einen guten ulster, P.

Kroupa schadet leider seinem sonst korrekten gehrock durch eine borte. Gern hätte ich noch eine firma genannt, die ihre erzeugnisse offen ausgestellt hatte.

Als ich aber an dem norfolk- jaquett versuchte, die falte zu lüften, die angebracht ist, um dem arm durch vermehrten Stoff bewegungsfreiheit zu gönnen, war es mir unmöglich.

Sie war falsch. Ich bin genötigt, hie und da ein wort des tadels zu sagen. Das wiener gewerbe ist es freilich nicht gewöhnt, ernsthaft kritisiert zu werden.

Sehr zu seinem schaden. Wenn ich davon überzeugt wäre, würde ich das blasen sein lassen. Auch wird er ihm zur abhärtung sehr dienlich sein.

Viele meiner gedanken werden befremden erregen. Ich betrachte eben die ausstellung nicht vom wienerischen, sondern vom ausländischen Standpunkte. Mit absieht.

Denn ich schreibe ausdrücklich im hinblicke auf die pariser ausstellung. Zugleich sollen aber die wiener davor gewarnt werden, jene erzeugnisse, die im auslande besser gemacht werden, in Paris zu exponieren.

Ja, wissen denn die gewerbetreibenden nicht selbst, was sie am besten machen? Was aber seiner natur, seiner anläge am meisten entspricht, das, was er mühelos ge- geben hat, was am stärksten den Stempel seiner Indivi- dualität trägt, sein ureigenstes, das wird ihm nie als be- sonders hervorragend erscheinen.

Nur die übereinstim- mende ansieht des publikums kann ihm das richtige urteil über seine leistungen vermitteln. Aber der wiener hat das urteil von London, von Paris und New York so selten gehört.

Und da scheint mir zum hören der richtige augen- blick gekommen zu sein, jetzt, da er daran geht, am ende des jahrhunderts, sich diesem urteil auszusetzen.

In Paris sollten wir den leuten zeigen, was wir können, und nicht, was wir nicht können, aber gern können möchten. Solche Sachen auszustellen, würde uns wenig nützen.

Lieber weniger kunstreiche objekte, aber solche, die man nicht, und mag es auch nur um eine nuance sein, in einer ande- ren abteilung besser sehen kann.

In Paris wird wohl die brennendste frage gelöst wer- den, die gegenwärtig unser kunstgewerbe beunruhigt: die alten Stile oder der moderne stil?

Die anderen kultur- länder haben in dieser sache längst entschieden Stellung genommen und werden darum auch in Paris durch ihr entschlossenes, festes auftreten imponieren.

In Deutsch- land wurden in den letzten monaten vier Zeitschriften zur Propagierung der neuen richtung gegründet, und wenn jemand ein gegenblatt herausgeben wollte, würde es mit unbändiger heiterkeit aufgenommen werden.

Wir sind nicht dümmer als die im reiche. Im gegenteil! Wir haben sogar etwas, was den meisten abgeht, unseren sieghaften guten wiener gesehmack, um den uns mancher beneiden könnte.

Schuldtragend sind nur unsere unvernünftigen schulen, die unser kunstgewerbe in seiner natürlichen entwicklung gehemmt haben.

Die lösung jener frage aber lautet: Alles, was frühere Jahrhunderte geschaffen haben, kann heute, soferne es noch brauchbar ist, kopiert werden.

Neue erscheinungen unserer kultur eisenbahnwagen, telephone, Schreib- maschinen usw. Änderungen an einem alten gegenstände, um ihn den modernen bedürfnissen anzupassen, sind nicht erlaubt.

Meines wissens wurde diese forderung noch nie so genau und präzis ausgesprochen, obwohl man in den fach- kreisen des ausländes un'd in letzter zeit im Österreichi- schen Museum ähnliches hören kann.

Aber gearbeitet hat man nach dieser regel schon seit jähren. Sie ist doch etwas selbstverständliches.

Die kopie eines alten bildes 28 ist auch ein kunstwerk. Wer gedenkt nicht der prächtigen kopien alter italienischer meister von Lennach in der Schack-galerie zu München.

Ich erinnere nur an den alt- meisterlichen ton Lenbachs, an die quattrocento-gestalten der engländer. Nie aber kann der wahre künstler einmal ä la Botticelli, das nächstemal ä la Tizian und ein ander- mal ä la Raphael Mengs malen.

Und nun denken wir uns eine staatliche dichtersehule, in der die künstlerische jugend im zwange einer solchen nachahm ungsdoktrin entmannt werden soll, in der das literarische heloten- tum zum prinzip erhoben wird.

Die ganze weit würde die opfer einer solchen methode bedauern. Aber eine solche schule existiert, allerdings nicht für die literatur, sondern für das kunstgewerbe.

An einem gegenstände, den wir kopieren wollen, dürften wir auch nichts ändern. Da wir aber für unsere eigene zeit keine hochachtung empfinden, so fehlt sie uns auch für eine vorhergegangene.

Stets haben wir an den 29 werken der alten etwas auszusetzen. Wir geben uns der glücklichen täuschung hin, etwas daran besser machen zu können. Beileibe nicht!

Denn gefallen will ihm das alte werk noch lange nicht. Werke in einem anderen stil als in dem gegen- wärtigen des Stubenrings, die zur ausstellung gelangen wollen, müssen von jetzt an genaue kopien sein.

Wie steht es nun, nach diesen gesichtspunkten, mit unserer bronzeindustrie? Sehr verschieden. Jene Sachen, die sich der kompetenz der schulen entzogen haben, sind natürlich wieder die besten.

Vielleicht wurden sie aber gerade deswegen nicht ausgestellt. Ich meine jene reizen- den bronzenippes in den natürlichen färben, eine wiener Spezialität, die das entzücken eines jeden grabenflaneurs ist.

Unter japanischer beeinflussung ist da etwas echt wienerisches entstanden, das uns mit berechtigtem stolze erfüllen kann.

Bei den gebrauchsgegenständen gibt die kunstgewerbe- schule den ton an. Welche mühe kostet es doch, in Wien einen richtigen kohlenkasten oder einen ofenvorsetzer zu erhalten!

Und wie schwer ist es, für türen oder fenster gute beschläge zu finden! Renaissance-, barock- und rokokoschwielen haben wir nacheinander in den letzten zwei dezennien durch die türgriffe bekommen, schrieb ich schon einmal irgendwo.

Gibt es doch in Wien nur eine ordentliche türklinke, die mir erreichbar ist und zu der ich immer wallfahre, sobald ich in ihre nähe komme.

Sie befindet sich in dem neuen hause auf dem kohlmarkt und entstammt der künstlefhand professor Königs.

So un- auffällig ist diese klinke. Er ist daher nicht genug zu empfehlen. Aber die messingbetten, die wir erst vor einigen jähren von England übernommen haben und die uns damals ihrer distinguierten einfachheit wegen so gefielen, haben 31 sich schon bestens akklimatisiert und schreien ihr hurra mit den türklinken, bilderrahmen, kohlenschaufeln und so weiter um die wette.

Es sind kojen geschaffen worden und in diesen wurden musterzimmer aufgestellt. So ge- schieht es schon seit jähren bei jeder ausstellung. Dem publikum wird auf diese weise gesagt: So sollst du wohnen!

Das arme publikum! Selbst darf es sich seine Woh- nung nicht einrichten. Da käme ein schönes durcheinan- der heraus.

Das versteht es ja gar nicht. Das war nicht immer so. Noch bis zu anfang unseres jahrhunderts kannte man diese sorge nicht.

Das stimmte aber doch nicht zusammen? Mag sein. Damals richtete man sich so ein, wie man sich heute anzieht. Vom schuster nehmen wir die schuhe, vom Schneider rock, hose und weste, vom hemdenfabrikanten kragen und manschetten, vom hutmacher den hut, vom drechsler den stock.

Keiner kennt den andern, und doch stimmen alle Sachen zusammen. Weil alle im stile des jahres arbeiten. Und so arbeiteten auch die handwerker der Wohnungsindustrie in früheren zeiten alle in einem stile, in dem jeweilig herrschenden, im modernen.

Es würde zu weit führen, hier zu erörtern, warum. Modern zu sein, modern zu füh- len und zu denken, galt als oberflächlich. Der tiefe mensch versenkte sich in eine andere zeitperiode und wurde entweder als grieche oder als mittelalterlicher symbolist oder als renaissancemensch glücklich.

Für den ehrlichen handwerker aber war dieser Schwin- del zu viel. Da konnte er nicht mit. Er verstand wohl, wie man seine kleider im schrank verwahren sollte, er verstand wohl, wie sich seine nebenmenschen ausruhen wollten.

Nun sollte er aber für seine kundschaft, je nach ihrem geistigen glaubensbekenntnisse, griechische, roma- nische, gotische, maurische, italienische, deutsche, ba- rocke und klassizistische schränke und sessel bauen.

Und noch mehr : Ein zimmer sollte in diesem stile, das nächste im andern eingerichtet werden. Wie gesagt, er konnte absolut nicht mit.

Da wurde er denn unter kuratel gesetzt. Darunter be- findet er sich heute noch. Zuerst warf sich der studierte archäologe als sein vormund auf.

Nicht lange aber. Der tapezierer, dem man nicht viel anzuhaben vermochte, da er in früheren jahrhunderten am allerwenigsten zu tun gehabt hatte und daher nicht gut verhalten werden konnte, alte muster nachzuahmen, hatte seinen vorteil bald heraus und warf eine unzahl neuer formen auf den markt.

Man jubelte den Sachen zu. Das publi- kum hatte die archäologie nachgerade satt und war froh, möbel in sein heim zu bekommen, die seiner zeit anzuge- hören, die modern zu sein schienen.

Das klang. Und nun begann die herrschaft des tapezierers, eine Schreckensherrschaft, die uns jetzt noch in allen gliedern liegt.

Die tischler aber bekamen einen neuen Vormund. Das war der architekt. Wollt ihr ein barockes Schlafzimmer?

Er macht euch ein barockes Schlafzimmer. Wollt ihr einen chinesischen spucknapf? Er macht euch einen chinesischen spucknapf.

Er kann alles, alles in allen stilarten. Er kann jeden gebrauchsgegenstand aller Zeiten und völker entwerfen. Aber einen mangel hatten die zimmer der architekten.

Sie waren nicht gemütlich genug. Sie waren kahl und kalt. Gab es früher nur Stoffe, so gab es jetzt nur profile, 3' 35 säulen und gesimse.

Da wurde denn wieder der tapezierer herbeigeholt, der die gemütlichkeit per meter an türen und fenstern aufhing. Dann konnte es kein mensch in dem öden zimmer aushalten, und die hausfrau schämte sich bis in den tiefsten grund ihrer seele hinein, wenn sich zu der zeit, in der die gemütlichkeit und traulichkeit des raumes ausgeklopft wurde, ein besuch einfand.

Und doch war die gemütlichkeit der räume der renaissance sprichwörtlich geworden. Bei uns herrscht gegenwärtig noch der architekt, aber wir sehen, wie sich der maier und der bildhauer an- schicken, sein erbe anzutreten.

Werden die es besser machen? Ich glaube nicht. Der tisohler verträgt keinen Vormund, und es wäre die höchste zeit, wenn man die vollständig ungerechtfertigt verhängte kuratel aufheben würde.

Allerdings dürfte man dann nichts unmögliches von ihm verlangen. Es wirkt doch, denn die Hauptsache ist der gelehrte Hokus- pokus, das dröhnende Latein, das um die Ohren schlägt und um die Ohren geschlagen wird.

In einem waren jedoch alle diese lebhaften Geister einig, im Preise Cosimos und im Preise des regsam holden Florenz, schwärmerisch nannten sie die Stadt: Muster aller Tugenden, Haus der Götter.

Man wird unerhört kühn in Cosimos gewähltem Kreis. Damit beginnen die Auswüchse dieser Bewegung. Wie ein lange in Gewahrsam ge- haltener Duft entstieg sie der endlich gelösten Phiole und erfüllte die Stadt mit geheimnisvollem Rausch.

Von toskanischem Hügel zu toskanischem Hügel er- tönt die Flöte des Pan. Eine Zeitlang waren die Sforza wohl die mächtigste der neuen Herrscherfamilien und drückten dem Cinquecento durch Jahrzehnte ihren Stempel auf.

Bezeichnend ist die Geschichte ihres Auf- stiegs und ihres Namens. Sie waren ursprünglich Bauern aus der Gegend von Cotignola bei Faenza, namens Attendolo.

Einer der Söhne, Muzio, wurde von der Landarbeit weg als Soldat angeworben, kämpfte sieg- reich für vier Päpste und vier Könige und gewann die Liebe der Königin Johanna von Neapel.

Seine Brüder und Dorfgenossen bildeten die compagnia di San Giorgio. Von ihnen und von der Königin erhielt Muzio 46 den Beinamen Sforza, der seiner Familie blieb.

Sein Sohn Francesco hatte ebensoviel Glück im Krieg wie bei den Frauen. Er gewann 22 Schlachten und eroberte das Herz der Bianca Maria Visconti, Tochter des Fürsten von Mailand.

So bestieg der Abenteurer wie im Märchen einen Thron und regierte glücklich an Biancas Seite. So war Francesco einige Zeit Condottiere im Dienst der Medici.

Cosimos Briefwechsel be- weisen, wie alle Brüder und Vettern das gewaltige Bankhaus auf dem Laufenden erhalten, stets bereit, für den Chef öffentlich oder geheim einzuspringen, alle Unternehmungen zu fördern, dem Haus Klienten zu- zuführen, auch durch Schmeichelei und gesellige Künste, ihm Gelehrte und Künstler zu empfehlen, die, für den Ruhm der Familie tätig, wenn nicht ihr Geld, so doch ihr Können in der medicäischen Bank fruchtbringend anlegen.

In Stickluft verlöscht sie. Der kräftige Windzug, der durch die ganze Zeit wie auf Bergesgipfeln weht, blast alles Können an und gibt ihm eine unvergleichliche, fast tanzende und hüpfende Munterkeit.

Aber Grundursache des Emporkommens ist jener Familien- sinn, der durch die Parallelentwicklung der Sforza und Medici besonders deutlich wird, eine Waffen- und Geld- bruderschaft, die ihre eigene Politik verfolgt, bald an- geschmiegt an bestehende Staatsgebilde, bald keck gegen solche gerichtet, jedenfalls als Endzweck und Ideal den Glanz des Hauses vor Augen.

Deutlich ist das Schauspiel, wie Familien, die durch Uneinigkeit geschwächt sind, allmählich ausgeschaltet 48 werden, von jenen überwuchert, in denen das Einheits- gefühl der Sippe wach bleibt.

Man könnte leicht ein Gleichnis daran knüpfen. Die europäische Familie verfällt durch ihre Uneinigkeit, ihren Vetterneid und Bruderzwist. Ihre Macht und Würde könnte nur gedeihen durch ein för- derndes Sippenwesen und eine intelligente Geldbruder- schaft, welche die Interessen des Gesamthauses, näm- lich aller europäischen Völker, als eigene betrachtet, wertet und fördert, indem es die eigene Ehre unaus- lösbar mit der Ehre des Hauses verknüpft.

Das praktische Beispiel der italienischen Renaissance ist jedoch gar nicht ergründet, noch beachtet worden. Neben- und Begleiterscheinungen verwischten diese wich- tige Ausdeutung und deren philosophische Lehre.

Indes Ungeschicklichkeit und Kränklichkeit von Cosimos Sohn Piero das sorgfältig ausgeführte Gebäude der Medicäer-Machtstellung gefährden, wird jene der Sforza ins Schwanken gebracht durch den gefährlichen Cha- rakter des Galeazzo Maria, Francescos Sohn.

Auch Galeazzo Maria ist darauf bedacht, besonders angeregt Renaissance 4 49 durch einen Besuch in Florenz bei Lorenzo, der auf Piero gefolgt war und dem Mailänder Herzog die schöp- ferische Schönheit der Frührenaissance offenbart.

Die denkwürdige Lustreise Gian Galeazzos an Seite seiner Gemahlin, der Herzogin Bona von Savoyen und in Begleitung seiner natürlichen Tochter Katharina er- folgt im Jahre Galeazzo hat es darauf abge- sehen, dem berühmten Medizäer vorzuprunken , und sein Gefolge beträgt nicht weniger als Personen, alle auf das herrlichste gekleidet.

Die Reise kostet an dreimal hunderttausend Golddukaten. Nicht nur prächtig gezäumte Pferde und Maultiere sind dabei, der Herzog schleppt einen ganzen Tiergarten mit, seine unbezahlbar reiche Sammlung von Edelfalken und nicht weniger als tausend erlesene Jagdhunde.

Freilich sollten sich diese Gäste in bezug auf die Fasten an die Vorschriften der Kirche halten, der Leichtsinn der Mailänder erschien unstatt- haft im frommen Florenz.

Bekehrte sich Galeazzo Maria nicht anders, er bekehrte sich doch bei den Medicäern zu feinem und feinstem Geschmack und gestand freimütig, er habe seinen Gast- freund an Pracht des Auftretens übertrumpfen wollen, sei jedoch besiegt durch die vornehme Erlesenheit, mit der sich Lorenzo zu umgeben verstanden.

Imponde- rabilien sind aufgeboten gegen die prunkenden Greif- barkeiten des Galeazzo, gegen seine goldgezäumten Maultiere und vielen Hunde mit goldenen Halsbändern und Falken mit juwelenbesetzten Kappen.

Nach Mailand zurückgekehrt, kann er jedoch das Protzen nicht lassen und erfährt daher die Rüge eines Gastes, des Königs Christian von Dänemark. Nach seinem Norden bringt er behutsam feinen Samen aus Florenz.

Wenn sich Galeazzo auch noch so sehr bemüht, Lorenzo nachzuahmen, er bleibt im Herzen ein bäu- risch gewalttätiger Tyrann. Man munkelte, er habe die eigene Mutter vergiften lassen, um allein zu herrschen.

Aus Mailand wird die glänzendste, reichste Stadt Italiens, die Stadt, in der Bandellos goldsatte Novellen spielen.

Eifrig ruft Galeazzo Gelehrte, Künstler und Musiker herbei. Die Musikherrschaft Mailands wird begründet, die alle Sforzas und nach ihnen manches Jahrhundert überdauern sollte.

In der naiv übereifrigen Bauwut verrät sich der Emporkömmling. Galeazzo hatte recht, das Leben also vorwärtsdrängend zu beeilen, denn es sollte für ihn nicht lange dauern.

Unter Apelle ist Lionardo verstanden. Neunzig Ge- lehrte sind es, die nach Bellincioni wie Bienen vom Honig nach Mailand angezogen waren, in der Tat er- hielten sie Dukaten, was wohl Honig genannt zu werden verdient.

Sie stiegen ab in den berühmten Gasthöfen, in denen sich zwanglos eine kosmopolitische Gesellschaft zu- sammenfand, in den Tre Re, Pozzo, Stella und Campana, Wie überfüllt mögen diese Häuser gewesen sein bei Gelegenheit der denkwürdigen Hochzeitsfeiern am Mai- länder Hof.

Lodovico versteht wunderbare Feste in seiner wunder- baren Hauptstadt zu feiern, insonderheit die alles über- strahlenden Hochzeiten, bei denen Lionardo als Fest- ordner auftrat, die Hochzeit des Gian Galeazzo mit Isabella von Aragon, seine eigene Vermählung mit Beatrice d'Este , der Schwester jener liebens- würdigen, kunstsinnigen Isabella, die Hof in Mantua hielt, und die Hochzeit seiner Schwester Bianca mit Kaiser Maximilian durch Prokuration Stockt die lange Wagenreihe, so setzt hin und her lebhaftes Geplauder ein.

Die herrlichen Pferde geben Lionardo Vorwand zu Skizzen und er bemüht sich, merkwürdige Arabesken und Embleme für die phantastisch schönen Aufzüge zu entwerfen.

Das Mailand des Jahrhunderts ist ebenso musik- freudig, ja musiktoll wie das Mailand aus späteren Zeiten und Lionardo da Vinci wird hauptsächlich wegen seiner musikalischen Talente am Hof schnell beliebt.

Lionardo als JüngHng stellt an diesem glänzenden Hof der Frührenaissance zuerst das Ideal des feinen Hof- mannes ins Leben.

Zeitgenossen rühmen von seinem Auftreten in der Mailänder Gesellschaft: die Anmut war mehr als unendlich in allem, was er tat, und er sang improvisiert göttlicherweise.

Verschollen und verloren ist Lionardos für schönen Augenblick geschaffenes Zauberinstrument, und es ist schwer, sich vorzustellen, welcher Art es gewesen sein mag.

Das Entstehen der Geige hängt jedenfalls eng zu- sammen mit dem Geist der Frührenaissance. Die Ge- burt der Violine fiel in ihren Frühling. Und auch der Zeitgeist, der eine aufgeklärte Mensdi- heit zu bilden trachtete, schuf mit an dem kleinen Wunder an Gestalt und Ton.

Wie im menschlichen Körper jeder Teil Bezug auf das Ganze und das Ganze Bezug auf jeden Teil hat, so ist es in diesem wunder- sam klingenden Körper von Holz Stoeving.

Paul Stoeving Von der Violine. Dieser Instrumentenmacher kam aus baye- rischem Künstlerdorf nach Cremona. Deutsche und Italiener brachte die gemeinsame Musik- liebe stets wieder zusammen, was auch die Politik ver- brechen mochte.

Und auch Frankreich umschlang das mystisch zarte Band der Musik, als feinste Blüte ge- selligen Freudenspendens.

Franz I. Und mit Lionardo zugleich soll er den deutschen In- strumentenmacher, jenen Diuffoprugcar berufen haben als königlichen Instrumentenmacher, wohl auf des Künst- lers Empfehlung.

Auch soll Lionardo die ersten Meister- geigen selbst mit Malereien verziert haben. Vielleicht trug er bei zum Bau, vielleicht freute er sich, seinen Jugendtraum in alten Tagen verwirklicht zu sehen durch den gewonnenen Zauberklang der göttlichen Geige, und es war ihm deshalb daran gelegen , sie göttlich zu schmücken.

Verhält es sich so, wie es viel Wahr- scheinlichkeit hat, so erlebte die Welt bei Geburt ihres liebsten Instruments einen selten schönen Zusammen- klang: es trugen dazu bei ein Italiener und ein Deutscher, und der französische Renaissancekönig ermöglichte durch seine Gunst das geduldig liebevolle Kunst- schaffen.

So bargen Lionardos gesellige Künste, die scheinbar verschwendeten, schnell verrauschten, möglicherweise den Keim zu fern auswirkenden neuen Gestaltungen.

Er rühmte sich sowohl im Krieg als im Frieden so gut, ja besser als irgend einer dem Herzog dienen zu können, für den Kriegsfall mit allen technischen einschlägigen Arbeiten, sowie mit Zeichnung erlesener Rüstungen — der Krieg war ja wie das Turnier eine Gelegenheit, Eleganz zu entfalten und künstlerischen Geschmack in Wehr und Waffe, die über und über herrlich ausgeführt wurden, in Prunkzelten, in auserlesenen schönen Ka- nonen, die geschmückt sind wie Ziergegenstände.

Für den Fall des Friedens rühmte sich Lionardo alles festlich Dekorative zu besorgen, sowie Malerei und Bildnerei jeder gewünschten Art, auch sei er wissen- schaftlicher Versuche mächtig und könne die Gesellschaft im Festsaal mit Versen und Gesang erfreuen.

Er rühmte sich nicht umsonst, sondern entfaltete wirk- lich in Krieg und Frieden die mannigfaltige versprochene Tätigkeit.

Sie bringt Mailand auf allen Gebieten den Geist der Frührenaissance. Seltsam und geheimnisvoll verkörpert Lionardo ihren Typus des vornehmen JüngÜngs und der vornehmen Frau.

Verrochios David soll den Zügen des jugend- lichen Künstlers abgelauscht sein und eben diese Züge, den Ausdruck dieses David, seines eigenen Jugend- bildes, finden wir in den erlesenen Schöpfungen des Meisters.

Er hat sich selbst als Symbol seiner Zeit erkannt und melodisch farbig festgehalten. Das Gepräge der Frührenaissance, sein eigenes Ge- präge verleiht er den kostbaren Festlichkeiten des reich- 59 talieniscben Hofs, anknüpfend an gotischen Prunk, allein an Geschmack demselben unendlich überlegen.

In Mailand angelangt, wird er Leiter aller Feste, die der Hof veranstaltet, und glänzt selbst dabei mit Geist und Witz"".

Bei der Hochzeit des Gian Galeazzo mit Isabella , Toditer des Herzogs Alfons von Calabrien, Enkelin des Don Ferrante von Neapel, gelang es ihm, den Glanz des neapolitanischen Hofes weit zu überstrahlen durch seine Huldigung der Künste an die Braut.

Sehr gerühmt wurde auch eine merkwürdige Erfindung, die mit Hilfe einer von ihm erdachten Vorrichtung den Gang der Planeten darstellte.

Dieses Schauspiel nannte er paradiso. Era questa in modo fabbri- cata, che aggirandosi, per raezzo di ruote nascoste nell avicinarsi al trono dei sposi, ne usciva da ogni pianeta un cantore rappresen- tando questa Celeste divinitä, e cantava alcuni versi, scritti a tal uopo di Bellincioni, poeta cortigiano.

Jetzt wurde dies Schaugepränge durch vollendete Kunst verklärt, mit Wissenschaft und Philosophie ausgestattet. Das Zeitalter war philosophisch, Philosophie wie Politik mischten sich in Fest und Spiel.

Vielleicht hat diese festliche Spielerei Lionardos Rafael angeregt zu den Planetengeistern in Santa Maria della Pace. Doch was hauptsächlich bestimmte, war reine Schaffensfreudigkeit, die Verfügung über köstliche Dinge, die — wenn auch nur auf kurze Zeit — den Künstlerdrang einer phantastisch schönen Oberwelt stolz erfüllten.

Und schwand auch nach dem Fest, was er gesdiaffen, der Niederschlag blieb in neuen und in wiedergefundenen Motiven, die dann als Schmuck in unversiegbarer Fülle an dauerhaftem Material zur An- wendung kamen.

Die Seligkeit, eine Märchenwelt zu improvisieren, zu dichten mit allen schönen Dingen dieser Erde bot ein Kräftespiel sondergleichen und den edelsten Rausch.

Er stand in lebendigem Zusammenhang mit seiner Zeit und diente gern auch ihren flüchtig schönen Minuten, denn er war welt- gewandt, lebte gern schön angetan unter vornehmen Leuten, er war ruhmsüchtig, gern vergnügt, toll und verliebt, lebensdurstig und lebensfroh und all diese Eigenschaften gaben ihm endlich Stellung in der Gesell- schaft.

Spielend werden die verschiedenen Techniken gefunden und wiedergefunden. In mancher Novelle sind Pracht und Geschmack solchen Schlaf- und Empfangsraums beschrieben.

Oder die Wände sind mit Stickereien geschmückt, ein Ruhm der Mailänder Sticker und Stickerinnen, die stets neue Motive und Techniken finden; zuweilen wird die in langen Fäden gezogene Plattstickerei noch diskret mit trockener Farbe lasiert, um trotz allen Reichtums ruhige Wirkung zu erzielen.

Oder es sind getönte Gold- stoffe or-rizzi sovra-rizzi mit erhabenen Ornamenten, verschlungenen Wappen und Emblemen.

Das Prunk- bett, köstlich parfümiert, hat Säulen, an denen Putten emporklimmen, oder Einlagen von Silber, Schildpatt und Elfenbein, oder ist vollkommen mit gesticktem Stoff wie ein Allerheiligstes verhängt, goldene Fäden durchziehen die purpurnen Kissen.

Leicht spielt das Licht darin, das von hohen silbernen Leuchtern ausgeht und streidit zärtlich über Bilder von Lionardos oder seiner Schüler Hand.

So mag Lucrezia Crivelli, des Moro schöne Geliebte, eingerichtet gewesen sein. Una giubba di damasco morello, fregiata in gran parte con cordoni piccioli di fino oro e seta cremesina, sotto aveva una sottane di tela d'oro, tutto ricamata con bellissimi lavori.

Zu fürstlichem Empfang bestellt Andrea Doria ein Prunkbett aus Mailand, und andere Schaustücke gehen nach anderen Städten Italiens und Frankreichs.

Weithin verbreitet sich wie schöne Märchenerzählung die Kunde von den Feiern zu Mailand, wo die schönsten und reichsten Bräute der europäischen Welt überschwenglich beglückt erscheinen.

In Macht tritt der Künstler als Herr traumhafter Gefilde auf. Gerne dient jede Kunst, gerne dient jedes Hand- werk, gerne dienen Künstler und Handwerker brüderlich verschränkt.

Als Handlanger hebt und windet getreue Dienerschaft Girlanden, pinselt und formt, pflückt und türmt unter dem Auge geschmackvoller Herren und Herrinnen, denn was geschieht ist festlich und festfroh Renaissance 5 65 für alle, freundlichster Dienst, der letzten Sinnes nicht dem vergänglichen Herzog oder Edelmann und seinem Geschlecht, sondern der ewigen Schönheit geleistet wird.

Triumphbogen der Kunst in unabsehbarer Reihe spannen sich über Feste und Festlichkeiten der Renaissance. Am frühesten Bogen steht Lionardo der Jüngling, mystisch geheimnisvoll lächelnd in das bunte Treiben der Kränze- flechter, stolz weil die Künstler, die irdischen Schöpfer, des himmlischen Schöpfers Lieblingskinder nepoti di Dio sind und ihr Wille zur Schönheit Vertreter des höchsten Willens ist.

Darum bleibt Lionardos, des bezaubernden Jünglings festliche Inschrift am Triumph- bogen der Frührenaissance eine ewig gültige Huldigung an den Genius der Menschheit.

Das Gefühl der Verantwortung, die er freiwillig wie eine Ehre auf sich genommen, die Sorgen, die damit zusammenhingen, der lebendige Stolz, der daraus hervorwächst, machen den Bürger von Florenz leiden- schaftlich heimatlieb.

Um die Macht in der Stadt wird so erbittert gestritten, um ihre Schönheit wird so begeistert gearbeitet in allen Künsten, weil der Anteil des Bürgers an seiner Stadt ein wirklicher und kein eingebildeter ist.

Wie leidenschaftlich war Florenz geliebt von Dante und vielen anderen Verbannten. Lorenzo Medicis Charakter und Leben erklären sich durdi das eine: Liebe zu Florenz.

Der Stadt Frieden, 67 Freude, Schönheit zu schenken war sein Traum. Des- halb wollte er sie beherrschen und hielt eifrig daran fest bis zur Todesstunde, als der Mönch Savonarola — so will es die Legende — finster vor seinem Bett stand und dem Sünder Florenz abverlangte.

Alles andere hatte Lorenzo reumütig zugegeben als sterbender Christ, da bäumte sich aber sein Herz, er würdigte den Mönch keiner Antwort, sondern fand Kraft, sich auf dem Lager zu wenden, der Wand zu ins ewige Schweigen.

Lorenzo wollte dem Florentiner den lebendigen Anteil am Gemeinwesen nicht rauben, sondern nur leise und weise in rechte Bahnen lenken, ihn vor dem Aberglauben einer falsch verstandenen und falsch geübten Freiheit retten.

Was war die Freiheit der Stadt, von der Savonarola und manch anderer Fanatiker faselte, für eine Freiheit gewesen, so weit Menschengedenken zurückreichte?

Fecero al viver bene un picciol senno, Verso di te, die fai tanti sottili Provedimenti, ch'a mezzo novembre Non giunge quel, che tu d'ottobre fili.

Quante volte nel tempo, che rimembri Legge, moneta, e ufficio, e costumi Hai tu mutato e rinnovato membre E se ben ti ricorda, e vedl lumi Vedrai te simig-liante a quell' inferma Che non puo trovar posa in suUe piumi Ma con dar volta suo dolor scherma.

Allein derselbe Don Ferrante hatte in seinem Palast, so flüsterte man schaudernd, eine Galerie aus- gestopfter Feinde, die er hatte töten lassen — es ver- schlug ihm nicht den Appetit.

Zu- weilen plünderten die Gäste das protzige Silbergerät der Tafel in Neapel. Mochte auch der Dichter Sanna- zaro an dieser Tafel flöten, als Schöpfer der Pastorale und mochte auch der humanistische Dichter Pontanus über den Anstand bei Tisch das Lehrbuch verfassen: de convivientia, der Ton an Hof blieb brutal.

Es war die Liebe eines Dichters, ein Dichtertraum. Reich lohnt die Frührenaissance den Grundsatz der klugen Florentiner, Geist, Bildung, Bedeutung des Wesens nicht vom Staat zu trennen, sondern mit Eifer dem Staatsdienst zuzuführen.

Literarischer Ruhm, humanistisches Wissen war seit Anfang des Jahr- hunderts sicherster Weg zu den höchsten Stellen der Regierung und wer in gebildeter Geselligkeit herrschend aufzutreten verstand, wurde als der Regierungskunst gewachsen angesehen.

In der Geschichte ist derselbe an Lorenzos Namen haften geblieben, wie zu seinem Wesen besonders gehörig. Alle diese Voraussetzungen stimmen bei Lorenzo am genauesten, am glücklichsten und stärksten überein.

Diese idealgesinnten Kaufherrn rüsteten Expeditionen, sandten Reisende aus in alle Teile der Welt, um kost- barer Manuskripte habhaft zu werden, ihre Schiffe mit Gewürz und Seidenzeug waren nicht willkommen, wenn sie nicht irgend eine alte Schrift mitbrachten.

Wert- volle Pergamente, erfüllt von lang vergessener Weisheit, waren die Schätze, nach denen sie persönlich vor allem strebten, deren Gewinn, deren Abschrift und Glossieren, waren ein unerschöpfliches Lieblingsthema im Gespräch mit bewährten Freunden.

Bei einem Tischgespräch Lorenzos fiel ein Wort darüber, wie teuer, ja fast unbezahlbar die antiken Handschriften seien. Leidenschaftlich erwidert der Hausherr, seine Freunde, Polizian und Pico della Mirandola mochten trotzdem sammeln und aufsuchen, und ginge sein Vermögen darauf, ja müsse er sein Hab und Gut und selbst sein Hausgerät für die gute Sache hin- geben.

Im höchsten Grad lebendig und lebenspendend war die Gelehrsamkeit und die Liebe zur Wissenschaft, die Gelehrten lebten nicht einsam und verbissen, in zwanglos geselligem Zusammensein fand ein fort- währender, reger Gedankenaustausch statt, ein jubelnd freudiges Mitteilen gewonnener Geistesschätze.

Er war Erfinder der camera obscura, und diese Zauberlaterne gehörte bald zu den neuartigen Gesellschaftsspielen der Zeit.

Redend, schreibend, streitend, philosophierend, dichtend und auch geistreich spottend tritt eine Reihe origineller Typen auf. Man behauptet, in seinen Schmerbauch gingen mehrere philosophische Sekten hinein.

Er lacht, dekla- miert gegen den bis dahin für unantastbar gehaltenen Cicero und unterhält sich stolz mit seinen genialen Schülern Donato Acciaiuoli, Pannonicus und mit dem Deutschen Reuchlin, der in Florenz Aufenthalt nimmt.

Picos phänomenale Gelehrsamkeit 75 hinderte ihn nicht, ein eleganter, verliebter Kavalier zu sein mit romantischen Liebesabenteuern.

Viele Gelehrte sind Dichter, am liebsten drücken sie sidi lateinisch aus in Ernst und Scherz, wie wohl Lorenzo kräftige für die lingua volgare eintritt und einige dazu bekehrt, mündlich wie brieflich elegant italienisch zu plaudern.

Zeitgenossen haben den Magnifico als Dichter über Dante und Petrarca erhoben, dann wurde er ver- gessen und verkannt. Dieser höchst merkwürdige Fall konnte vielleicht nur in Florenz eintreffen.

Seine Politik ist weisem, wohlklingendem Versbau gleich, er beherrscht sie mit derselben eleganten Sicherheit wie seine gepflegte toskanische Sprache.

Era venuio Lorenzo in tanta riputazione e autoritä appresso gli altri principi d'Italia — die — mentre di'egli visse fu sempre l'ago della bilancia intra principi predetti, che mantenne bilanciati gli stati loro, et di tat maniera gli ienne uniti.

Selbst im Freundeskreis unter gebildeten guten Menschen, welche Gegensätze, Reibungen, Empfind- lichkeiten, Eifersüchteleien der Liebe, der Freundschaft, des Wissens und Könnens und Habens!

Wie viel edle Kunst gehört dazu, immer wieder zu schlichten, zu versöhnen, zu beruhigen, ja in Voraussicht dessen, was störend wirken könnte, durch feine Freundlich- keiten zuvorzukommen und sadite das Streitobjekt wegzuräumen.

Warum sollte man diese der Gesellig- keit und ihrem Frieden gewidmete Geschicklichkeit, diese kluge Versöhnlichkeit, dieses allen Wünschen Entgegeneilen und Ehrenerweisen, dies Hin und Her von Gefälligkeiten nicht im Verkehr der Politik an- wenden, statt rauh und rechthaberisch oder rachsüchtig sich zu gebärden?

Er benimmt sich in Florenz und bald in Italien wie ein unendlich gast- freier Hausherr, er benutzt weise sein Prestige als 78 Kunstrichter, seinen Dichterruhm wie sein Geld, um sich in alle Herzen zu schmeicheln, denn er wünscht für sich und Florenz Liebe, nicht Furcht.

So wird etwa die alte Feindin Pisa bereichert und geehrt durch die Gründung einer Universität. Zarte Nachsicht und weitausschauender Vorbedacht sind Lorenzos politische Instrumente, wie beides zu voll- endeter Geselligkeit gehört.

Die Kunst des Gesprächs und die Kunst des Briefes sind unzertrennlich davon. Ebenso bitten ihn italienische Fürsten um Rat, die Herzöge von Mailand und Urbino, die Herren Ferraras und Mantuas, sowie der Papst.

Mit Friedrich III. Zuerst Menschen konstruieren und mit Hilfe dieses Schemas wirkliche Menschen bestimmen, lenken, regieren wollen, würde er als unsinnige Phantasie verlachen, er konstruiert kein Schema, sondern beurteilt die Men- schen, wie sie sind, milde und behandelt sie sorgfältig je nach ihren Schwächen.

Liebenswürdige Schwächen sucht er sich und dem allgemeinen Wohl der Gesellschaft nutzbar zu machen, so gewisse Eitelkeiten und Strebe- reien, den ganzen Kultursnobismus seiner Zeit, der ihm als Herren des Zeitgeschmacks entgegenkommt.

Bald breitet Ferrante seine Baupläne vor ihm aus, bald bittet er Manuskripte abschreiben zu dürfen, bald empfängt er Lorenzos Verse mit bewundernder Dankbarkeit.

Ist es nicht, als beuge sich Lorenzo als freundlicher Genius mit unendlicher Kraft eines Liebeszaubers über ein Klei- nod?

Unter Ros- marin und Rosen pflegen feine Gelehrte des Gesprächs in einer Sprache, die so gepflegt ist wie der Garten.

Diese Wirkung platonischer Andacht ist das Leitmotiv des Zaubers, den die Frührenaissance unter Lorenzo übt, es ist die Anerkennung des irdischen Eros, irdisch erreichbarer Schönheit, deren Liebe die Seele reif macht, sich endlich den Seligkeiten himmlischer Liebe zu weihen.

Nach Dante hatte sich das preziöse Minnespiel ver- flüchtigt in kriegerischer Drangsal; pedantische An- standsregeln hielten das frauliche Dasein engherzig umschlossen, gönnten höchstens auf dem Kirchgang oder bei Kindbettbesuchen oder von Fenster zu Fenster einen Klatsch mit Nachbarin und Base.

In steifer Pracht begab man sich zu schwerfälligen Familienfesten. Des Bräutigams Mutter wählte die Schnur — so wurde Lorenzo mit 21 Jahren verheiratet.

Dankt Ihr, der Dank gebührt. In der Frührenaissance soll das junge Weib nicht nur solche Englein stillen und wiegen, aufs neue erwacht der Wunsch nach Seelenminne, das Weib soll des Mannes Geliebte, Freundin, Führerin werden, ihn wie zur Zeit der Minneherrinnen zu schöpferischem Drang auf allen Gebieten wecken und spornen.

Tatkräftiger Ehrgeiz beseelt von nun an die feinen, klugen Köpfdien der Florentinerinnen. In Eile wird ein Brautschatz an Bildung gesammelt, die kleine Renaissancedame zwit- schert auf latein und herzt statt der Puppe bald den Piaton, bildet ihren Geschmack an antiken Medaillen.

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1 Kommentare

  1. Bakora

    Welche Wörter... Toll, die prächtige Phrase

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